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Die Welt-Zoo-Naturschutzstrategie
 

5. Der Weg in die Zukunft: zu einer neuen Integration

Zoologische Gärten sind Einrichtungen, die die drei Hauptaufgaben des Naturschutzes: Umwelterziehung, Forschung, sowie Arten- und Biotopschutz in einzigartiger Weise integrieren können. Das enorme öffentliche Interesse an Zoos und die immer engere Zusammenarbeit im Rahmen des weltweiten Netzes Zoologischer Gärten verstärken noch ihr großes Potential für den Naturschutz. Dieses Potential sollte bestmöglich genutzt werden.

Wenn dies richtig erkannt wird, kann die Zoogemeinschaft ein mächtiger Verbündeter von Naturschutzbehörden und -organisationen sein beim Bau einer "Zeitbrücke". Eine solche Zeitbrücke wird notwendig sein, um so vielen Arten, Biotopen und Ökosystemen wie möglich zu helfen, die Zerstörung, die zumindest noch eine Zeitlang fortschreiten wird, zu überbrücken. Die Zoos werden helfen, das Ausmaß der zu erwartenden Krise zu begrenzen, indem sie zur Rettung von Arten beitragen und das öffentliche Bewußtsein schärfen, um so die Chancen der Natur zu verbessern, sich danach wieder zu erholen.

Die Welt-Zoo-Naturschutzstrategie betont abschließend, daß Kooperation, Koordination und Interaktionen bei allen Naturschutzbemühungen den einzigen Weg zum Erfolg darstellen. Die Zeiten, in denen die verschiedenartigsten Naturschutzgruppen in dogmatischer Weise auf ihren Ansichten beharrt haben, sind vorbei. Die Strategie appelliert daher an die weltweite Zoogemeinschaft und an alle anderen naturschutz-orientierten Gruppen, sich zu verbünden und die Aktivitäten auf die gemeinsamen Ziele hin zu verstärken. Ein großes Aufgebot aller verfügbaren Kräfte wird notwendig sein, um der Biosphäre unserer Erde die größtmögliche Überlebenschance zu schaffen.


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Artikel übernommen aus:
Zeitschrift des Kölner Zoo; Heft 1, 37. Jahrgang, 1994; Autor: IUDZG (Die Welt-Zoo-Organisation)