AnzeigeFaszination China
EEP - Europäische Erhaltungszuchtprogramme
 

Logo EEP

EEP in die Welt

Die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme sind nicht die einzigen ihrer Art. Sie sind vielmehr Teil eines weltweit neuen Netzes regionaler Zuchtprogramme. So gibt es in Nordamerika den Species Survival Plan (SSP). Australische, japanische und indische Zoos haben eigene Programme, und weitere sind im Entstehen begriffen. Insgesamt gibt es Weltweit bereits mehrere hundert Zoologische Gärten, die sich an regionalen Zuchtprogrammen beteiligen.

Obwohl die regionalen Zuchtprogramme voneinander unabhängig sind, gibt es doch eine Kommunikation zwischen ihnen und eine globale Koordination, nämlich durch die Captive Breeding Specialist Group (CBSG). Es handelt sich hierbei um eine der vielen Spezialistengruppen der Species Survival Commission (SSC) der IUCN (International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources). Die meisten dieser Spezialistengruppen widmen sich bestimmten taxonomischen Gruppen von Tieren oder Pflanzen, z.B. Bären, Antilopen oder Elefanten. Mitglieder sind stets Experten, die an Naturschutz- und/oder Feldforschungsprojekten beteiligt sind. Die Captive Breeding Specialist Group ist dagegen eine interdisziplinäre Gruppe, der mehr als 150 Spezialisten angehören und die sich mit allen Aspekten der Propagation bedrohter Tierarten sowohl in der Natur wie in menschlicher Obhut befaßt.

Es ist klar, daß Zoologische Gärten in der CBSG eine besondere Rolle spielen. Die CBSG schlägt die Arten vor, für die Erhaltungszuchtprogramme notwendig sind, und koordiniert die Aktivitäten der verschiedenen regionalen kooperativen Zuchtprogramme und steht deshalb mit der Internationalen Union von Direktoren Zoologischer Gärten (IUDZG) in enger Verbindung.

Die Existenz einer zunehmenden Zahl von Tierarten hängt von den Zuchtbemühungen Zoologischer Gärten ab. Einige wie Milu, Wisent, Weiße Oryxantilope oder Przewalskipferd waren oder sind in der Natur bereits völlig verschwunden. Die Bestände anderer Arten sind in Zoologischen Gärten längst größer als in der Natur. Die Tierbestände Zoologischer Gärten sind so zu Reservepopulationen für die Natur geworden.

Die IUCN hat das Potential der in Zoologischen Gärten befindlichen Zuchtgruppen bedrohter Tierarten für den Artenschutz erkannt und dieses in einem "Policy Statement on Captive Breeding" sowie in ihrer Weltnaturschutzstrategie verankert.


[EEP: Index] [Vorherige] [Naechste]