AnzeigeFaszination China
Behavioural Enrichment
 

Für moderne Zoos ergibt sich bei ihren Bemühungen zur Gewährleistung einer artgerechten Haltung ihrer Tiere ein Problem: in freier Wildbahn sind Tiere den größten Teil des Tages mit der Nahrungssuche oder Feindvermeidung beschäftigt. Im Zoo wird ihnen dieses überwiegend abgenommen, d.h. es entstehen große zeitliche Freiräume. Das Ergebnis sind Langeweile und die oft damit verbundenen Stereotypien.

Viele Zoos bemühen sich daher heute den Tieren adäquate und abwechslungsreiche Lebensbedingungen zu bieten. Dies soll Tieren ein Ausleben ihres arteigenen Verhaltensprogrammes ermöglichen und so freiwerdende Zeit füllen. Diese Bestrebungen werden als Behavioural Enrichment im Sinne einer Lebensraumbereicherung bezeichnet.

Diese Maßnahmen sind sehr vielgestaltig und betreffen alle Bereiche der Versorgung. Verschiedenste Faktoren wie z.B. die Fütterung, das "Spielzeug", die Gehegeausstattung, das Gehegeprofil können hier einen Beitrag leisten. Besonderes Augenmerk gilt hier immer der artgerechten Ausgestaltung der einzelnen Faktoren. Somit ergibt sich für jede Tierart ein Katalog von Ideen.

Im Folgenden sind zwei Beispiele für Ideensammlungen zur Lebensraumbereicherung wiedergegeben. Sie sind einem Ideenkatalog entnommen, der ursprünglich der Kooperation mehrerer skandinavischer Zoos entsprungen ist und in der deutschen Fassung vom Berufsverband der Zootierpfleger herausgegeben wird.

  1. Orang-Utan (Pongo pygmaeus)
  2. Tiger (Panthera tigris)